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Madagaskar

Wasser als Quelle des Lebens

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Viele Dorfbewohner in Madagaskar erhalten ihr Wasser meist aus Flüssen oder anderen natürlichen Quellen, welche oft verunreinigt sind, da nahezu alle Bewohner im Freien defäkieren. Kaum ein Haushalt verfügt über Toiletten oder Waschräume und all diese Faktoren führen zu einer hohen Kindersterblichkeit. Die gesundheitliche Situation schlägt sich auch auf die Produktivität der Bevölkerung nieder und hat folglich einen negativen Effekt auf die Einkommen der Familien.

  • Projektname
    Verbesserung der Lebensbedingungen benachteiligter Bevölkerungsgruppen in ländlichen Gemeinden im Norden Madagaskars
  • Projektphase
    2019
  • Finanzierung
    Dieses Projekt wird durch die W.P. Schmitz-Stiftungen im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) finanziert.
  • Thematischer Schwerpunkt
    Wasser

Um diese missliche Lage zu verbessern, tragen wir mit unserer lokalen Partnerorganisation SANTATRA zu besseren Lebensbedingungen benachteiligter Bevölkerungsgruppen in ländlichen Gemeinden bei. In den nordmadagassischen Dörfern Ambohitrandriana, Maevatanana und Anjiabory reparieren wir zusammen mit den Dorfbewohnern die mangelhafte Infrastruktur von zwei Gesundheitsstationen und drei Grundschulen. Mit fachgerechten Chlorfiltern wird zudem in Zukunft Trinkwasser aus allen installierten Wasserhähnen kommen. Zudem wird die Gesundheitsstation in Ambohitrandriana mit Strom ausgestattet, sodass diese nun auch in der Nacht beleuchtet und Medikamente angemessen gekühlt werden können.

Damit aber nicht nur die Gesundheitsstationen und Grundschulen Zugang zu Hygieneinfrastruktur erhalten, werden zudem Freiwillige ermutigt, eine Maurerausbildung zu erhalten, um so genannte mourabas - Latrinen auf Dorfebene aus natürlichen Materialien - mit den Familien zu bauen. Denn das Projekt wäre wenig nachhaltig, wenn nicht alle Dorfbewohner auch außerhalb des Schulalltages oder eines Besuches der Gesundheitsstationen Latrinen nutzen würden. Außerdem werden die grundsätzlichen Hygiene-Botschaften in das Schulkurrikulum mit aufgenommen, welche dann von den Schülern Zuhause weitergeben werden.

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Die Waschräume der Gesundheitsstation in Maevatanana werden renoviert... © Helvetas
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... und ebenso die Waschräume der Grundschule in Anjiabory. © Helvetas
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Die Dorfbewohner nehmen aktiv bei den Projektaktivitäten teil, um partizipativ für bessere Lebensbedingungen zu sorgen. © Helvetas
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Weitere Latrinen werden während des Projektes von ausgebildeten Maurern gebaut, damit alle Bewohner Zugang zu Latrinen haben. © Helvetas
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Es wird ebenfalls darauf geachtet, dass auch Frauen und Mütter hierüber informiert werden, da sie primär die Haushalte organisieren, sich um die Kinder kümmern, diese waschen und das Essen für die Familien kochen. Die Lehrpersonen und das medizinische Personal werden ebenfalls aktiv dazu angeregt, die WASH-Botschaften zu verbreiten und vorbildlich anzuwenden. Sie sind Vorbildfunktionen und somit wichtige Multiplikatoren für ein erfolgreiches Projekt. Überdies werden Partnerschaften (Public Private Partnerships) mit privaten Investoren eingegangen, die für finanzielle und technische Wartungen der Sanitäranlagen aufkommen. Sie werden auch nach Projektende weiterhin für die Instandhaltung verantwortlich sein.

Wasser ist Quelle des Lebens. Zugang zu sauberen Trinkwasser und einer adäquaten Hygiene wird den Menschen dazu verhelfen, ihre gesundheitliche Situation zu verbessern und somit auf Dauer ihre ökonomischen Bedingungen zu verbessern und die Kindersterblichkeit zu verringern.

Finanziert wird das Projekt durch die W.P. Schmitz-Stiftungen im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). Weitere Informationen zu den W.P. Schmitz-Stiftungen finden Sie hier.

Hier finden Sie weitere Informationen zu der Arbeit des Helvetas-Netzwerkes:

© Helvetas / Simon B. Opladen

Wasser

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