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Mali

Ausbildung für die Landwirtschaft

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Weil sie keine Entwicklungsmöglichkeit mehr sehen, wandern in Mali viele Jugendliche vom Land in die Städte, zu den Goldminen oder ins Ausland ab. Im Projekt «Jigitugu» – «Hoffnungen erfüllen» – erhalten junge Bäuerinnen und Bauern Ausbildung und Anstösse für eine attraktive und marktgerechte Landwirtschaft.

  • Projektname
    Jigitugu – Jugend und Landwirtschaft
  • Projektphase
    2017 bis 2020
  • Finanzierung
    Dieses Projekt wird vom Liechtensteinischen Entwicklungsdienst finanziert.
  • Thematischer Schwerpunkt
    Nachhaltige Wirtschaft

Felder für Neues

Im Lauf der Geschichte haben die Bewohnerinnen und Bewohner der semiariden Sahelzone landwirtschaftliche Techniken und Produktionsformen entwickelt, die dem Klima mit etwas über 1000 Millimeter Niederschlägen pro Jahr angemessen waren. Damit konnten sie in normalen Jahren ihre Familien ernähren. Doch die Verhältnisse sind nicht normal. Der Klimawandel hat sie durcheinandergebracht. Beginn und Dauer der Regenzeiten sind unberechenbar geworden. Oft fällt der Regen zu spärlich. Darunter leidet die Ernährungssicherheit. Häufig reichen die Vorräte nicht aus, um die Zeit zwischen den Ernten zu überbrücken. Auch der Anbau von Baumwolle, ein wichtiges Standbein aller Kleinbauern der Region, ist schwierig geworden.

Die südlichen Regionen der beiden Nachbarländer Mali haben beide mit ähnlichen Problemen zu kämpfen. Viele Jugendliche wandern in die Städte, zu den Goldminen oder ins Ausland ab, weil sie arbeitslos sind und in der Landwirtschaft keine Entwicklungsmöglichkeit mehr sehen.

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Korotimi Kamaté besucht einen dreimonatigen Kurs in Gemüseanbau. © Helvetas
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Das gelernte wird sogleich in die Praxis umgesetzt: Unter den Augen des Fachlehrers legen die Lernenden ein Beet an. © Helvetas
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Die Nachfrage unter den Jungen ist gross, nur wer wirklich motiviert ist, schafft es in die Ausbildungsklasse. © Helvetas
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Korotimi hat bereits einen eigenen Gemüsegarten angelegt und verkauft die Ernte – wie diese Chilis – auf dem Markt, aber sie will die Anlagefläche ausbauen. © Helvetas
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Zu ihrem Feld fährt Korotimi mit dem Fahrrad. Um in die Stadt zu gelangen, nimmt sie das Motorrad der Familie. © Helvetas
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Korotimi hat sich einen einfachen Tank gebaut, den sie mit Brunnenwasser füllt. Ist er voll, kann sie ihre Beete mit dem Schlauch bewässern. © Helvetas
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Zwiebeln werden in der Region häufig angebaut. © Helvetas
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Korotimi hat Salatsetzlinge gezogen und in einem akkurat angelegten Bett ausgepflanzt. © Helvetas
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In einem Projekt mit dem Namen «Jigitugu» – «Hoffnungen erfüllen» – trägt Helvetas dazu bei, die Landwirtschaft aufzuwerten. Junge Bäuerinnen und Bauern erhalten eine Ausbildung für landwirtschaftliche Berufe – vom Bio-Landbau über die Vermarktung neuer Gemüsesorten bis zur Geflügelzucht. Bewährte Anbautechniken werden modernisiert, die Produktion auf die lokalen oder regionalen Märkte ausgerichtet. So hat die Butter aus der Kariténuss, ein traditionelles Hautpflegemittel, auch regionale oder gar internationale Marktchancen. Oder Fonio, ein altes, trockenheitsresistentes Getreide, ist in der städtischen Mittelschicht zunehmend gefragt.

Mit dem zusätzlichen Einkommen wächst bei den jungen Leuten auch neues Selbstvertrauen. Sie erkennen, dass sie die Landwirtschaft dynamisch weiterentwickeln können. Und sie erleben, dass sie damit nicht nur ihre Familien, sondern auch ihre Gemeinschaft voranbringen können.

«Der Markt hier draussen ist beschränkt. Ich will, dass mein Gemüsehandel grösser wird. Ich will etwas aufbauen, das sich bewegt und mit dem ich gutes Geld verdienen kann.»

Korotimi Kamaté, Gemüsebäuerin im Bezirk San, Mali im Süden von Mali

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