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Bhutan

Die Wälder schützen und nachhaltig nutzen

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Helvetas trägt dazu bei, dass die ländliche Bevölkerung Verantwortung für die Wälder übernimmt, bei der Pflege des Jungwuchses ebenso wie bei der nachhaltigen Bewirtschaftung. Helvetas hat mitgeholfen, die gesetzliche Grundlage für die partizipative Waldbewirtschaftung in Bhutan zu schaffen.

  • Projektname
    Gemeinschaftliche Waldbewirtschaftung
  • Projektphase
    2017 bis 2018
  • Finanzierung
    Dieses Projekt wird durch Spenden finanziert.
  • Thematischer Schwerpunkt
    Umwelt und Klima
    Gender und soziale Gerechtigkeit

Grüner Reichtum

Es gibt nicht viele Länder, in denen die Wälder so wichtig sind wie in Bhutan. Sie bedecken 71 Prozent des Landes. Sie speichern das Wasser, schützen die Bevölkerung, und sie sind eine wichtige Ressource für die Menschen auf dem Land. Zwanzig Jahre lang hat sich Helvetas – lange im Auftrag der Deza – in Bhutan dafür engagiert, dass die Bevölkerung die Verantwortung für die riesigen Wälder übernehmen kann. Auf der Basis eines Bewirtschaftungsplans schützen und pflegen die Anwohnerinnen und Anwohner den Wald. Sie kümmern sich um den Jungwuchs und nutzen die vorhandenen Produkte wie Holz, Bambus, Heilkräuter oder Pilze. Sie achten darauf, dass niemand den Wald, der in Staatsbesitz ist, übernutzt und dass sowohl die Profite aus dem Holzverkauf wie auch das anfallende Brennholz allen Anwohnerinnen und Anwohnern zu Gute kommen.

Helvetas hat bei der Ausarbeitung der Waldpolitik, bei der gemeinschaftlichen Bewirtschaftung und bei der Formulierung des Forstgesetzes in Bhutan von Anfang an mitgewirkt. Seit Mitte der Neunzigerjahre, sind Hunderte von Gruppen gegründet worden, die den Wald so nutzen, dass er der Allgemeinheit dient. Ein Drittel aller ländlichen Haushalte Bhutans gehört zu einer Bewirtschaftungsgruppe. 2017 verwalteten diese Gruppen knapp 800 Quadratkilometer Wald, eine Fläche, die ungefähr dem Kanton Neuenburg entspricht. Entwicklungsexperten und Fachleute aus dem Land- und Forstwirtschaftsministerium sind sich einig: Die Gruppen für die gemeinschaftliche Nutzung der Wälder sind die wichtigste und breiteste soziale Bewegung im Land. Die Waldpolitik Bhutans ist auf gutem Weg, und Helvetas kann sich aus einem der erfolgreichsten Programme zurückziehen.

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Wald bedeckt über 70 Prozent der Landesfläche von Bhutan. Er soll geschützt und nachhaltig genutzt werden. © Helvetas
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Die Dorfgemeinschaften lernen, wie sie den Wald hegen und pflegen können und welche Bäume sie fällen dürfen. © Helvetas
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Im Wald lässt sich nicht nur das Holz nutzen. Auch Viehfutter und Einstreu für die Tiere oder Pilze und Kräuter finden die Familien hier. © Helvetas
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Der Wald gehört dem Staat, die Waldnutzergruppen pflegen und nutzen ihn nachhaltig. Einen Teil des Holzes darf das Kollektiv verkaufen. © Helvetas
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Aus dem Holz stellen lokale Kleinbetriebe Balken für den Bau von Häusern her. © Helvetas / Markus Wild
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Konsolidieren, Kapitalisieren, Kommunizieren. Das ist die trockene Zusammenfassung dessen, was in dieser letzten Phase noch ansteht:

Konsolidieren heisst, die erfolgreiche gemeinschaftliche Waldbewirtschaftung auch dort in Regierungsprogrammen zu verankern, wo ihr Stellenwert noch zu wenig gewürdigt wird. Konsolidieren heisst auch, dort zusätzliche Unterstützung zu geben, wo die Arbeit der Waldnutzungsgruppen noch verbessert werden kann. Zum Beispiel bei der Teilnahme der Frauen oder der verstärkten Zusammenarbeit mit anderen Gruppen.

Kapitalisieren heisst, die Erkenntnisse aus dem langjährigen Engagement zusammenzufassen und auch für andere zugänglich zu machen, die bisher nichts mit dem Helvetas-Projekt zu tun hatten.

Kommunizieren schliesslich heisst, das Wissen verständlich darzustellen und verfügbar zu machen. Zum Beispiel auf einer Website mit leicht verständliche Texten und Videofilmen zum Thema. So, dass die nachhaltige Nutzung der Wälder für ganz Bhutan so selbstverständlich wird wie Strassen oder sauberes Wasser.

© Helvetas/Singye Wangchuk
«Seit die Leute den Wald selber verwalten, sind Wald und Umwelt viel besser geschützt.»

Dorji, Förster der Gemeinde Hungrel, Bhutan

Umwelt und Klima

Jedes Jahr unterstützt Helvetas mehr als eine Million Menschen darin, mit dem Klimawandel umzugehen, Ressourcen nachhaltig zu nutzen und die Natur zu schonen.

Wie wir Menschen im Bhutan unterstützen

Helvetas fördert in Bhutan die Berufsbildung, damit der Fachkräftemangel gedeckt werden kann. Sie stärkt zudem die Zivilgesellschaft in ihrer neuen Rolle.

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