Sri Lanka

Damit Arbeitsmigration zum Erfolg wird

Arbeitsmigration verändert das Leben von Familien. Verläuft sie sicher und erfolgreich, ermöglicht eine Arbeit im Ausland vielen den Schritt aus der Armut. Helvetas bildet lokale Beraterinnen und Berater aus, damit diese ihre Unterstützung für Migrationswillige und deren Familien verbessern können.

  • Projektname
    Sichere und erfolgreiche Arbeitsmigration
  • Projektphase
    2016 bis 2020
  • Finanzierung
    Dieses Projekt ist ein Mandat der Deza.
  • Thematischer Schwerpunkt
    Gouvernanz, Frieden & Migration
    Migration

Arbeiten in der Fremde

Jedes Jahr verlassen um die 300'000 meist schlecht ausgebildete Männer und Frauen Sri Lanka, um einige Jahre lang auf der arabischen Halbinsel, in Südkorea oder in Malaysia zu arbeiten. Ihre Rücküberweisungen in der Höhe von sieben Milliarden US-Dollar machen laut Schätzungen ungefähr neun Prozent von Sri Lankas Bruttonationalprodukt aus. Das Geld hilft zahlreichen Familien, ihre wirtschaftliche Lage markant zu verbessern. Arbeitsmigration ist für die Regierung denn auch einer der erklärten Entwicklungssektoren.

Doch die Arbeitsmigration birgt auch Risiken und Fallen. Betrügerische Agenten und unmenschliche Arbeitsverhältnisse machen die Migration für viele, besonders für Frauen, zu einem Alptraum. Die Regierung des Landes hat deshalb das «Ministerium für Anstellungen im Ausland» eingerichtet. Regierungsstellen in allen 25 Distrikten des Landes kümmern sich um die Rechte und den Schutz der Migrierenden, unter denen etwas mehr Männer sind als Frauen.

Mit einem Projekt für sichere Arbeitsmigration antwortet auch Helvetas auf die Migrationsrisiken. Sozialarbeiterinnen, Gesundheitsarbeiter und psychosoziale Beraterinnen werden dafür ausgebildet, die Ratsuchenden sachgerecht auf das Leben und die Arbeit im Ausland vorzubereiten, sie über ihre Rechte in Kenntnis zu setzen und auf Ängste oder Traumatisierungen einzugehen.

© Helvetas
Beratung ist entscheidend für Arbeitsmigranten. In den Informationsbüros erfahren sie, was sie beachten müssen, um im Ausland nicht in Schwierigkeiten zu geraten. © Helvetas
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Auch die Daheimgebliebenen stehen vor neuen Herausforderungen. In Kursen können sie Erfahrungen austauschen und erfahren, wo sie Unterstützung finden. © Helvetas
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Frauen lernen den Umgang mit dem Geld, dass ihre Männer nachhause überweisen. Familien, die klug investieren, können den Sprung aus der Armut schaffen. © Helvetas
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In einem Kurs geht es auch um den so genannten finanziellen Analphabetismus der Daheimgebliebenen. Migrationsberaterinnen und -berater lernen, die Angehörigen der Migrantinnen und Migranten für den Umgang mit den Geldflüssen aus dem Ausland zu schulen, damit ihnen das ungewohnt viele Geld nicht zwischen den Händen zerrinnt.

Gleichzeitig unterstützt Helvetas auch Organisationen der Zivilgesellschaft und fördert die Vernetzung dieser Organisationen untereinander. Gemeinsam analysieren sie Probleme in den Gesetzen und bei deren Anwendung. Sie haben an einem «Shadow Report» zur Migration mitgearbeitet, der an die UNO gegangen ist. Die Regierung hat mittlerweile den Wert der zivilgesellschaftlichen Arbeit erkannt, und Helvetas konnte wichtige Kontakte zwischen Regierungsstellen und Organisationen der Zivilgesellschaft herstellen. Die von Helvetas erarbeiteten Kurse und Handbücher sind bei Nichtregierungsorganisationen wie Regierungsstellen mittlerweile Teil der Weiterbildung geworden.

Das Migrationsprojekt in Sri Lanka ist ein Mandat der Deza, das von Helvetas umgesetzt wird.

«Wir helfen die Migranten, sich darauf vorzubereiten, was sie im Ausland erwartet und wie sie sich vor Ausbeutung schützen können. Ausserdem erfahren sie, wie wichtig es ist, auch ihre Familien in die Entscheidung miteinzubeziehen.»

Ranjan Nellimale, 30, lokaler Projektleiter, Sri Lanka

Gouvernanz, Frieden & Migration

Viele Frauen und Männer in unseren Partnerländern können weder ihre Grundrechte wahrnehmen noch sich an Entscheidungsprozessen beteiligen.

Wie wir Menschen in Sri Lanka unterstützen

Helvetas engagiert sich in Sri Lanka für faire und sichere Bedingungen in der Arbeitsmigration. Zudem fördert sie den sozialen Frieden in der Gesellschaft.

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