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Nordmazedonien, Osteuropa

Den Artenschutz zum Thema machen

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Helvetas hat in Mazedonien dazu beigetragen, Naturschutz und Artenvielfalt zum Thema zu machen: mit dem Entwurf zur nationalen Umweltstrategie und mit einem Projekt zum Schutz einer artenreichen Kultur- und Naturlandschaft im Einzugsgebiet des Flusses Bregalnica im Osten des Landes.

  • Projektname
    Naturschutzprogramm
  • Projektphase
    2017 bis 2020
  • Finanzierung
    Dieses Projekt ist ein Mandat der Deza.
  • Thematischer Schwerpunkt
    Umwelt und Klima

Die Umwelt schützen und nutzen

In den meisten Regionen der Erde ist die Biodiversität gefährdet, weil die Menschheit immer mehr mineralische Rohstoffe braucht und immer grössere Flächen rodet, um sich und vor allem ihr Vieh zu ernähren. In Randregionen Europas droht der Artenvielfalt auch von einer anderen Seite her Gefahr. Wenn Bäuerinnen und Bauern aus einer jahrhundertealten Kulturlandschaft abwandern, gehen auch die von Menschen geschaffenen Biotope wie Trockenmauern, Magerwiesen, Waldränder, Hecken und Weiden verloren. Und damit die Flora und Fauna, die diese Biotope besiedelt.

Mazedonien ist ein kleines Land, doch finden sich hier 70 bis 90 Prozent aller Pflanzenarten des europäischen Kontinents. Trotzdem war der Schutz der Biodiversität bis vor wenigen Jahren nur für wenige Experten ein Thema. So waren zum Beispiel im Einzugsgebiet des Flusses Bregalnica, einer besonders artenreichen Region des Landes, nur wenige winzige Flächen für den Artenschutz ausgeschieden.

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Der Artenreichtum im Einzugsgebiet des Flusses Bregalnica soll geschützt werden. Das ist nur realistisch, wenn die Bewohner ihren Lebensunterhalt weiterhin sichern können, zum Beispiel mit naturnaher Landwirtschaft. © Helvetas

Helvetas hat dazu beigetragen, dass Natur- und Artenschutz landesweit zu einem Thema geworden sind. In einer ersten Phase des Naturschutzprogramms hat Helvetas den Entwurf für eine nationale Naturschutzstrategie geschrieben. Nun geht es darum, die nationale Strategie auf regionale und lokale Ebene herunterzubrechen. Im Einzugsgebiet des Flusses Bregalnica hat Helvetas einen Nutzungsplan und eine Tourismusstrategie entworfen, die vom schweizerischen Konzept der Biosphäre inspiriert sind.

Bei einem Besuch der Biosphäre Entlebuch haben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Mazedonien ein Beispiel für ganzheitlichen Naturschutz kennengelernt. Wie im Entlebuch geht es auch in Mazedonien um ein Schutzprogramm, das sowohl Natur- wie auch Kulturlandschaften umfasst. Eine Biosphäre kann allerdings nur erhalten werden, wenn es für ihre Bewohnerinnen und Bewohner möglich bleibt, sich den Lebensunterhalt zu sichern. Sanfter Tourismus und der Verkauf gesunder Lebensmittel aus der Region können die Familieneinkommen sogar noch verbessern. Naturnahe Landwirtschaft und die Entwicklung von Wertschöpfungsketten ist deshalb ein wichtiger Teil des Programms in Mazedonien: damit Natur und Landschaft in Mazedonien als wertvolle Ressource geschätzt und geschützt werden.

Das Naturschutzprogramm in Mazedonien ist ein Deza-Mandat, das in der ersten Phase von Helvetas und einem lokalen Partner umgesetzt wurde. In der zweiten Phase hat Farmahem die Umsetzung ganz übernommen, und Helvetas begleitet das Programm mit Beratung, Analysen und Monitoring.

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Die Naturschönheiten der Region bieten attraktive Möglichkeiten für einen sanften Tourismus. © Helvetas
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Die Bienenzucht dient zwei Zielen gleichzeitig: Sie generiert Einkommen und trägt zum Erhalt der Biodiversität bei. © Helvetas
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Umwelt und Klima

Jedes Jahr unterstützt Helvetas mehr als eine Million Menschen darin, mit dem Klimawandel umzugehen, Ressourcen nachhaltig zu nutzen und die Natur zu schonen.

Wie wir Menschen in Mazedonien unterstützen

Helvetas unterstützt in Mazedonien die Arbeitsmarktentwicklung und Berufsausbildung. Zudem engagiert sich Helvetas für die Artenvielfalt.