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Bolivien

Saubere Lösungen für Abfall und Abwässer in Kleinstädten

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Weil immer mehr Menschen vom Land in die Stadt ziehen, wird die Entsorgung von Abfall und Abwässern auch in kleinen Städten zum Problem. In Kursen und mit Handbüchern lernen die überforderten Behörden, die sichere Entsorgung zu planen und umzusetzen.

  • Projektname
    Entsorgung und Umweltschutz in Kleinstädten
  • Projektphase
    2014 bis 2018
  • Finanzierung
    Dieses Projekt ist ein Mandat der Deza.
  • Thematischer Schwerpunkt
    Wasser
    Gouvernanz, Frieden & Migration
    Engagement im urbanen Bereich

Raus aus der Stadt

Jeden Tag (!) ziehen weltweit fast 200'000 Menschen vom Land in die Stadt. In der Stadt, so die Hoffnung, würden sie alles finden, was auf dem Land fehlt: Schulen, Spitäler, Trinkwasser, Einkaufsmöglichkeiten, Arbeit und Einkommen. Doch die Realität in den Grossstädten ebenso wie in kleineren Provinzstädten ist eine andere: Oft genug sind es Arbeitslosigkeit, Kehrichtberge, Abwasserkloaken, die das Leben in den Hüttensiedlungen der Zuzüger prägen.

Die Verwaltungen solcher Städte sind mit dem rasanten Bevölkerungsanstieg und den damit einhergehenden Problemen häufig überfordert. Sie haben zwar Erfahrungen darin, Wasserversorgungen oder Strassennetze zu planen, doch bei der Planung von Umweltmassnahmen betreten sie Neuland. In enger Zusammenarbeit mit dem nationalen Ministerium für Umwelt und Wasser unterstützt Helvetas in Bolivien die Behörden von 20 kleinen und mittleren Städten darin, die Abwasserreinigung und die Entsorgung von Kehricht zu sichern. Das Ziel: 75 Prozent der Abwässer sollen geklärt werden, und der Abfall von 80 Prozent der Bewohner wird gesammelt und entsorgt.

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Kläranlagen. Verbrennungsanlagen. Sichere Deponien. Das ist gemeinhin die sichtbare Antwort auf städtische Umweltprobleme. Doch das Helvetas-Projekt für urbane Umwelt beginnt  lange vor dem Bau solcher Einrichtungen. In Kursen und mit Handbüchern lernen die Behördenmitglieder, die Bedürfnisse zu bestimmen, Vorabstudien zu organisieren und Planungsprozesse einzuleiten. Sie lernen auch, dabei eine bisher ungenutzte Ressource anzuzapfen: Das Wissen und die Bedürfnisse der betroffenen Bevölkerung. Die Bürgerinnen und Bürger ihrerseits lernen nicht nur, bei den Behörden Vorschläge und Forderungen einzubringen, sondern auch, das eigene Verhalten zu ändern, beim Abfall zum Beispiel oder bei den sanitären Anlagen. Im Projektgebiet werden 180'000 Menschen in einer sauberen und gesunden städtischen Umgebung leben können.

Das Projekt für urbane Umwelt ist komplex und verlangt von allen Beteiligten Durchhaltevermögen. Doch weil Regierungsstellen ebenso wie regionale oder kommunale Behörden Teil des Projektes sind, werden die Erkenntnisse auch das Umweltmanagement anderer Städte prägen.

Das Projekt für städtische Umwelt ist ein Mandat der Deza und wird von Helvetas, der Firma CSD Ingenieure (Schweiz) und der lokalen Organisation Aguatuya umgesetzt.

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Wasser

Den Ärmsten steht oft nur verunreinigtes Wasser zur Verfügung. Wir verschaffen jährlich bis zu 500’000 Menschen Zugang zu sauberem Trinkwasser und sanitären Anlagen.

Wie wir Menschen in Bolivien unterstützen

Helvetas unterstützt in Bolivien Bauernfamilien dabei, ihre Produktion dem Klimawandel anzupassen. Und wir setzen uns für eine bessere Abfallentsorgung ein.

Multimedia-Reportagen

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