© Helvetas / Veronica Galmez
Peru

Die Andenwälder vor dem Klimawandel schützen und nachhaltig nutzen

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Um die Andenwälder zu schützen, moderiert Helvetas die Zusammenarbeit von Regierungen, Universitäten, der Zivilgesellschaft und des Privatsektors. Wissenschaftliche Erkenntnisse und Erfahrungen aus laufenden Projekten sollen in die Forstpolitik der Regierungen und in neue, gemeinsame Projekte einfliessen.

  • Projektname
    «ANFOR – Andean Forests»: nachhaltige Nutzung und Schutz der Andenwälder vor dem Klimawandel
  • Projektphase
    2014 bis 2019
  • Finanzierung
    Dieses Projekt ist ein Mandat der Deza.
  • Thematischer Schwerpunkt
    Umwelt und Klima
    Gender und soziale Gerechtigkeit
    Politik und Dialog

Wertvolle Ressource Bergwald

Die Wälder in den Anden bedecken noch fünf bis zehn Prozent der ursprünglichen Fläche, und der Klimawandel könnte laut Wissenschaftlern noch einmal einen Fünftel der bestehenden Wälder zerstören. Die Folgen davon – versiegende Quellen, Erdrutsche, Flutkatastrophen, schlechtere Luftqualität – bekämen die Bewohnerinnen und Bewohner der Andenregion zu spüren.

Im Rahmen des Projekts «ANFOR» («Andean Forests») zum Schutz der Bergwälder koordiniert Helvetas in Bolivien, Chile, Kolumbien, Ecuador, Peru, Argentinien und Venezuela die Suche nach gemeinsamen Antworten und Strategien. In allen beteiligten Ländern gibt es öffentliche und private Experten, Projekte, Initiativen und politische Kräfte, die daraufhin arbeiten, die Wälder zu erhalten, die Anpassung an den Klimawandel zu fördern und den Ausstoss von Klimagasen zu vermeiden.

Die Ziele des Projekts sind vielfältig: die nationale und internationale Vernetzung von Wissenschaft und Politik, wirksame Forstgesetze, die Entwicklung von Handlungsansätzen und Modellen, die sich auf möglichst viele Länder und Kontexte übertragen lassen, die Bildung nationaler und regionaler Interessensgemeinschaften, in denen die Wissenschaft, eine interessierte Öffentlichkeit und die Zivilgesellschaft ihr Wissen und ihre Erfahrungen austauschen können.

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Kiuñalla: ein Waldbrand © Helvetas

Es ist eine Arbeit auf einer strategischen Ebene. Abgesehen von einem Lernfeld in Peru bewegen sich die Moderatorinnen und Moderatoren von ANFOR an Universitäten, in Regierungsbüros und Versammlungssälen. Helvetas stösst keine eigenen Projekte an, doch die breiten Erfahrungen aus den Wald- und Klimaprojekten helfen, mögliche Synergien zu erkennen, Innovationen zu fördern und breite Lernprozessen in Gang zu bringen. Ausserdem setzt Helvetas in Ecuador, Peru und Bolivien seit vielen Jahren konkrete, basisnahe Projekte zur nachhaltigen Bewirtschaftung natürlicher Ressourcen um und ist mit den Verwaltungsstrukturen und den politischen Gepflogenheiten der Region vertraut.

ANFOR ist so etwas wie die institutionelle Fortsetzung früherer Projekte und sucht den direkten Kontakt zu Entscheidungsträgern auf nationale Ebene. Diese sollen sich auf gesicherte Erkenntnisse und die gesammelten Erfahrungen zum Anpassung an den Klimawandel stützen können, um den Schutz des Waldes, aber auch die Lebensbedingungen der lokalen Bevölkerung zu verbessern. Und die Regierungen der beteiligten Länder sollen in den internationalen Gremien zu Klimawandel und Biodiversität gemeinsam und stark auftreten können.

ANFOR ist ein Mandat der Deza, das von Helvetas und Condesan (Ecuador) moderiert wird.

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Kiuñalla: Hauptstrasse © Helvetas / Verónica Gálmez
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Kiuñalla: Baumschule © Helvetas / Verónica Gálmez
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Kiuñalla: Überwachen der Schleuse © Helvetas / Verónica Gálmez
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Kiuñalla: eine qocha (Lagune auf Quechua) dank einem mit einheimscher Verfahren gebauten Deichs © Helvetas / Verónica Gálmez
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Kiuñalla: Parkwächter spricht mit Jugendlichen © Helvetas / Verónica Gálmez
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Kiuñalla: Wiederinstandsetzung des Waldes © Helvetas / Verónica Gálmez
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Kiuñalla: Wiederaufforstung mit Queñuales (Polylepis) © Helvetas / Verónica Gálmez
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Kiuñalla: Reinbestand von Queñuales (Polylepis) © Helvetas / Verónica Gálmez
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Kiuñalla: Queñuales (Polylepis) © Helvetas / Verónica Gálmez
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