© Helvetas / Zlatan Jovanovic

Serbien

Serbien steht vor ähnlichen Herausforderungen wie andere Balkanländer: die Jugendarbeitslosigkeit als auch ländliche Armut ist sehr hoch. Ein Problem sind fehlgeleitete Reformvorhaben, die oftmals eine Klientelpolitik und populistische Tendenzen widerspiegeln, statt dass sie auf faktischer Grundlage erarbeitet werden. Daher ist die Verbindung zwischen Politik, Wissenschaft und Zivilgesellschaft ein zentrales Anliegen der Arbeit von Helvetas in Serbien.
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  • Hauptstadt
    Belgrad
  • Fläche
    86'361 km²
  • UN-ENTWICKLUNGSINDEX*
    Platz 66 von 188
  • Einwohnerzahl
    7'120'666
  • Thematische Schwerpunkte
    Grund- und Berufsbildung
    Gouvernanz, Frieden & Migration
    Lernen und Innovation
* Quelle: UN Data

Osteuropa ist im Aufschwung. Trotz Wirtschaftswachstum ist aber die Jugendarbeitslosigkeit ein grosses Problem. Sie beträgt in weiten Teilen über 50 Prozent. Die schlechten Zukunftsaussichten bewegen viele junge Frauen und Männer dazu, ihr Land zu verlassen, was die Situation vor Ort noch verschlimmert. Unternehmen finden keine geeigneten Fachkräfte mehr. Deshalb unterstützt Helvetas in Osteuropa (Albanien, Bosnien-Herzegowina, Kosovo und Mazedonien) länderübergreifend die Arbeitsmarktentwicklung mit besonderem Augenmerk auf der Schaffung von Arbeitsplätzen für Jugendliche.

Grosse Armut, schleppender Reformkurs

Auch in Serbien bewegt die wirtschaftliche aber auch politische Lage viele Menschen dazu, das Land zu verlassen. Zwar steht Serbien im Vergleich zu anderen Balkanländern besser da, jedoch ist auch hier die Jugendarbeitslosigkeit sowie ländliche Armut gross. Viele Menschen sind auch frustriert über den schleppenden Reformkurs der Regierung; die EU-Integration ist ein erklärtes Ziel, verliert aber zunehmend an Attraktivität.

Stärkung der lokalen Behörden

Wie in den anderen Staaten Osteuropas ist Korruption weit verbreitet, die Rechtssysteme sind schwach und autoritäre bzw. populistische Tendenzen kommen vermehrt auf. Deshalb stärkt Helvetas die lokalen Behörden und fördert so die Demokratie. Von 2001 bis 2011 war Helvetas mit einem Projekt zur Förderung von Dezentralisierung und Aufbau von Gemeindestrukturen in Serbien aktiv und nahm im Jahr 2014 das Engagement wieder auf.

Sozialwissenschaften im Fokus

Seitdem stärkt Helvetas in Serbien die Sozialwissenschaften und fördert dabei Plattformen der Zusammenarbeit und des Austauschs mit Politik und Gesellschaft, eine bessere Vernetzung mit westeuropäischen akademischen Instituten und den Zugang zu EU-Fördermassnahmen. Die Sozialwissenschaften spielen eine Hauptrolle in der kritischen Auseinandersetzung und Analyse von gesellschaftlichen und politischen Problemen. Sie liefern Entscheidungsträgern faktische Informationen für den politischen Diskurs und stärken mit wissenschaftlichen Argumenten zivilgesellschaftliche Gruppen, die für bestimmte Interessen – wie etwa die der Frauen im Arbeitsmarkt, oder von Minderheiten – eintreten.

Besuchen Sie die Website von Helvetas Serbien in Englisch.

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Unsere Projekte in Osteuropa

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Kosovo Grund- und Berufsbildung

Arbeitsplätze für die Jugend

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Albanien Gouvernanz, Frieden & Migration

Das Vertrauen in die Demokratie stärken

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Bosnien-Herzegowina Nachhaltige Wirtschaft

Märkte stärken und Arbeitsplätze schaffen

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Albanien, Serbien Gouvernanz, Frieden & Migration

Sozialwissenschaften für eine bessere Gesellschaft

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Mazedonien Umwelt und Klima

Den Artenschutz zum Thema machen

Gouvernanz, Frieden & Migration

Viele Frauen und Männer in unseren Partnerländern können weder ihre Grundrechte wahrnehmen noch sich an Entscheidungsprozessen beteiligen.

Grund- und Berufsbildung

Fehlende Bildung ist ein Grund für die Zementierung von Armut und Ungleichheit. Länder mit schlechten Bildungssystemen sind wirtschaftlich kaum konkurrenzfähig.

Lernen und Innovation

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Kontakt

HELVETAS SERBIEN
Helvetas Eastern Europe Unit
Maulbeerstr. 10
3010 Bern
Schweiz

Tel.: +41 31 385 10 10
E-Mail: easterneurope@helvetas.org

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