Open History Exhibition Dawei | © Helvetas Myanmar
Myanmar

Open History - Arts for Peace

© Helvetas Myanmar
  • Projektname
    Open History - Arts for Peace
  • Projektphase
    2019 bis 2022
  • Finanzierung
    Dieses Projekt wird durch ifa/Institut für Auslandsbeziehungen im Auftrag des Auswärtigen Amtes im Jahr 2019 und durch Eigenmittel finanziert.
  • Thematischer Schwerpunkt
    Gouvernanz, Frieden & Migration

Myanmar ist eines der ethnisch vielfältigsten Länder der Welt. Seit seiner Unabhängigkeit hat das Land eine komplexe Reihe von Konflikten erlebt. Diese stellen eine grundlegende Herausforderung auf dem Weg zu mehr Frieden, Entwicklung und Demokratie dar. Der politische Spielraum ist immer noch sehr begrenzt und Misstrauen bleibt bestehen.

Aus diesem Grund schaffen wir zusammen mit unserer Partnerorganisation, der 'Pansodan Gallery', Raum für Dialog, um Identitäten zu stärken und ein friedliches Zusammenleben zu fördern.

Unser Projekt organisiert 'Open History-Ausstellungen' in verschiedenen Regionen und Staaten des Landes, damit sich Frauen, Männer und Jugendliche mit unterschiedlichem ethnischem und sozialem Hintergrund über ihre Geschichte austauschen können. Gemeinsam wird überlegt, wie eine friedliche Zukunft Myanmars partizipativ und inklusiv gestaltet werden kann. Die Teilnehmenden erfahren mehr über die anderen sozialen und ethnischen Gruppen, was das friedliche Zusammenleben fördert.

Die Pansodan Gallery kuratiert 2-3 Fotoausstellungen pro Jahr mit historischen Bildern, die von der lokalen Bevölkerung bereitgestellt werden. Zusätzlich organisiert Pandsodan Foto- und Videowettbewerbe, um Jugendliche aktiv in das Projekt einzubinden. Das Dokumentationsmaterial der Ausstellungen wird in einem 'Virtuellen Museum' öffentlich zugänglich gemacht, so dass jeder die Geschichte und die Gemeinsamkeiten der verschiedenen ethnischen Gruppen kennenlernen kann.

Open History Exhibition Dawei | © Helvetas Myanmar
Die Installation der Ausstellungsfotos wird von Freiwilligen (jugendlichen Männern und Frauen) unter Anleitung der örtlichen Kuratoren durchgeführt. © Helvetas Myanmar
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Open History Exhibition Dawei | © Helvetas Myanmar
Ausstellung in Dawei im November 2019 fand unter freiem Himmel in einem Park statt. © Helvetas Myanmar
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Open History Exhibition Dawei | © Helvetas Myanmar
Bei der Ausstellung in Dawei verarbeiten Jugendliche ihre Eindrücke auf Postkarten und geben Feedback © Helvetas Myanmar
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Open History Exhibition Dawei | © Helvetas Myanmar
Zu der Ausstellung (hier in Dawei) wurden lokale Schulen eingeladen. Schülerinnen und Schüler sowie Lehrerinnen und Lehrer wurden von der Kuratorin durch die Ausstellung geführt. © Helvetas Myanmar
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© Helvetas / Julia Thienhaus
Aung Soe Min ist ein renommierter Künstler und Mitinhaber der Pansodan Gallery. Dieses Projekt baut auf seiner Idee auf. © Helvetas / Julia Thienhaus
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Open History Exhibition Dawei | © Helvetas Myanmar
Diejenigen Besucher, die ihre Nachrichten auf einer Postkarte hinterlassen haben, konnten eine Postkarte mitnehmen. Ihre Rückmeldungen wurden auf eine Tafel geklebt, um andere zu inspirieren. © Helvetas Myanmar
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Open History Hpa-an exhibition | © Helvetas Myanmar
Ein ortsansässiger Freiwilliger der Hpa-An Universität leitet eine Führung durch die Ausstellung für Schulkinder in Hpa-An. © Helvetas Myanmar
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© Helvetas Myanmar
Jugendliche aus den Dörfern werden für die Teilnahme am Open History Projekt begeistert... © Helvetas Myanmar
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Open History Collecting Pictures | © Helvetas Myanmar
... und tauschen sich mit den Älteren über die Geschichte aus. © Helvetas Myanmar
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© Helvetas Myanmar
Bei den halbjährlich stattfindenden Ausstellungen werden die Fotos und Geschichten mit dem begeisterten Publikum geteilt. © Helvetas Myanmar
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Das Projekt wird vom ifa (Institut für Auslandsbeziehungen) im Auftrag des Auswärtigen Amtes sowie aus eigenen Mitteln finanziert. Nach einer erfolgreichen ersten Phase des Projekts "Open History" im Jahr 2019 erhielt Helvetas vom ifa / Auswärtigen Amt eine Anschlussfinanzierung für die Durchführung einer zweiten Phase von 2020 bis 2021.

Bereits 2019 besuchten insgesamt rund 4'000 Personen die Ausstellungen in den beiden südöstlichen Städten Hpa-An und Dawei. Zu den Begleitveranstaltungen der Ausstellungen gehörten Poesie- und Literaturlesungen, Podiumsdiskussionen, Führungen für allgemeine Besucher und Studierende sowie Aufführungen traditioneller Musik und Tanz.

Im Video 1 geht es darum, wie man sich gegenseitig durch das Befolgen der Empfehlungen der Regierung, Händewaschen, Sauberkeit und Reinigen von Oberflächen vor der Verbreitung des Virus schützen kann. Die Schlüsselnachricht lautet: Schützen Sie sich selbst zum Schutz anderer!

Video 2 nennt weitere konkrete Beispiele von Verhaltensregeln zur Eindämmung des Virus und dessen Konsequenzen: In der Öffentlichkeit soll darauf geachtet werden, zum Schutz der Anderen keine Betelnuss auszuspucken und beim Husten den Mund zu bedecken. Haushaltsmaterialien sollten nicht geteilt werden und das Telefon nicht verliehen werden, wegen der Beständigkeit des Virus auf Oberflächen. Es wird dazu angehalten Diskriminierungen zwischen verschiedenen Gruppen wie bspw. zwischen Land- und Stadtbewohnern entgegenzuwirken und gemeinsam statt gegeneinander zu agieren.

Video 3 widmet sich der Entschärfung des potenziellen Konflikts zwischen der lokalen Bevölkerung und den zurückkehrenden Migranten. Es stellt klar, dass Ängste oft der Auslöser für Diskriminierung sind und dass es deshalb entscheidend ist, Rationalität zu wahren und den Zurückkehrenden mit Mitgefühl und Offenheit zu begegnen. Diese müssen gleichzeitig ebenso die Anweisungen der Regierung befolgen und mit der lokalen Bevölkerung kooperieren.

Video 4 setzt ein weiteres Zeichen für gegenseitigen Respekt und Verständigung während der Pandemie. Der gute Wille der Bevölkerung Myanmars gerate durch die Angst vor COVID-19 ins Schwanken. Das Video zeigt, wie manchmal aus Ängsten aufgrund von unzuverlässigen Informationen, Gerüchte geboren werden. Diese führten dazu, dass andere zu Unrecht beschuldigt oder diskriminiert würden. Deshalb wird zu achtsamen und vorsichtigem Umgehen mit Informationen geraten. Es wird betont, dass eine koordinierte und gemeinsame Reaktion der beste Weg ist, um diese Krise zu überwinden.

In der zweiten Projektphase bis 2021 werden auf der Grundlage der Erfahrungen und Erkenntnisse aus der ersten Phase des Projekts insgesamt vier weitere Ausstellungen mit Foto- und Videowettbewerben in den Städten Hakha, Pahtein, Meikhtila und Myitkyina stattfinden. In Yangon, der Hauptstadt Myanmars, werden zwei weitere Ausstellungen stattfinden, wie zum Beispiel anlässlich des 100. Geburtstages der Yangon University.

Durch regionalen Austausch und Training zur Dialogförderung soll das Projekt zudem das lokale Künstlernetzwerk stärken und den Künstlern ermöglichen, zu Akteuren des Wandels zu werden und so zur Friedensförderung beizutragen.

Weitere Informationen zum ifa finden Sie hier. Zusätzliche Informationen zur Open History Exhibition in Hpa-An und auf Facebook, auch auf der Helvetas Myanmar Facebook-Seite, sind ebenfalls verfügbar.

Das Open History Projekt in Magway

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