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Sri Lanka, Bangladesch

Gewalttätigen Extremismus verhindern

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Die beiden südasiatischen Länder Sri Lanka und Bangladesch sind zwar in vielerlei Hinsicht unterschiedlich, jedoch erfahren beide eine Ausbreitung verschiedener Formen des Extremismus. Indem sie Frieden und Toleranz fördern, können zivilgesellschaftliche Akteure eine zentrale Rolle dabei spielen, solchen Tendenzen in der Gesellschaft entgegenzuwirken. Um die Ausbreitung von gewalttätigem Extremismus in beiden Ländern zu verhindern, fördert Helvetas deshalb mit seinen Partnern zivilgesellschaftliche Organisationen durch Mobilisierungs- und Kapazitätsmassnahmen. 

  • Projektname
    CSO PVE Capacity Development in Bangladesh & Sri Lanka
  • Projektphase
    2020 bis 2022
  • Finanzierung
    Das Projekt wird von der Europäischen Union kofinanziert.
  • Thematischer Schwerpunkt
    Gouvernanz, Frieden & Migration

In Bangladesch und in Sri Lanka sind die Jugendlichen mit zahlreichen Herausforderungen konfrontiert, darunter Arbeitslosigkeit sowie einem Mangel an Perspektiven und Möglichkeiten für soziales und politisches Engagement. Folglich können Radikalisierung im Internet und die gezielte Ansprache von Jugendlichen über soziale Medien, begrenzte Möglichkeiten der Meinungsfreiheit sowie Desinformation zu einer Radikalisierung und Rekrutierung von Jugendlichen durch die extremistischen Gruppen führen. 

Indem die zivilgesellschaftliche Akteure zu einer Veränderung dieser Dynamik beitragen können, spielen sie in beiden Ländern eine Schlüsselrolle, da sie Fragen der Prävention von gewalttätigem Extremismus mit langfristigen Ansätzen angehen. Sie sind in der Lage das Problem an der Wurzel zu packen und die Frustration der lokalen Bevölkerung in konstruktive und positive Botschaften umzuwandeln, um gewalttätigen Extremismus zu verhindern. Jedoch verfügen zivilgesellschaftliche Organisationen oft nicht über ausreichende Kenntnisse und Fähigkeiten sowie Kapazitäten und Ressourcen, um das Problem wirksam anzugehen.

Aus diesem Grund unterstützt Helvetas zusammen mit seinem Partnern Rupantar in Bangladesch und National Peace Council (NPC) in Sri Lanka ausgewählte zivilgesellschaftliche Organisationen in beiden Ländern, um deren Einfluss auf die Prävention von gewalttätigem Extremismus zu verstärken.

Zusätzlich zu den Initiativen der Regierungen zur Verhinderung von Radikalisierung und gewalttätigem Extremismus, wirkt dieses Projekt durch Schulungen in Bezug auf Gestaltung und Umsetzung von Extremismus-Prävention über Monitoring und Evaluierung sowie wechselseitigem Lernen den Push- und Pull-Faktoren der Radikalisierung von Jugendlichen in den spezifischen Kontexten Bangladeschs und Sri Lankas entgegen.

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Auftaktsitzung mit den zivilgesellschaftlichen Partnern des Projekts © Helvetas Sri Lanka
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Verteilung von Flugblättern unter Bezirksregierungsbeamten, welche daraufhin an die allgemeine Öffentlichkeit weiterverteilt werden © Helvetas Sri Lanka
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Im Zuge der COVID-19 Pandemie spendete das Projekt  Schutzausrüstung (PSA) an mehrere Distriktsekretariate, welche Teil des PVE Projektes sind © Helvetas Sri Lanka
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Aushang von Plakaten in Aushangtafeln des Bezirksamtes Ampara © Helvetas Sri Lanka
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PVE-Weiterbildungsworkshop am 23. Juli 2020 © Helvetas Sri Lanka
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Die zivilgesellschaftlichen Organisationen arbeiten mit lokalen Organisationen wie Jugendorganisationen, kirchlichen Gruppen und Frauenvereinen zusammen, um Jugendliche dazu zu befähigen, gewalttätigen Extremismus zu verstehen, die Triebkräfte zu erkennen und sich an Aktivitäten zur Bekämpfung von gewalttätigem Extremismus zu beteiligen. Das Einbeziehen vielschichtiger Gruppen, insbesondere religiöser Respektpersonen sowie lokal aktiven Jugendlichen, trägt zum sozialen Zusammenhalt über verschiedene soziale, politische und religiöse Gräben hinweg bei. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Schaffung länderübergreifender Lernprozesse und des institutionellen Dialogs.

Darüber hinaus reagiert das Projekt auf die Covid-19-Pandemie mit angepassten Aktivitäten. Dazu gehören bspw. die Verteilung von Schutzkleidung und Informationskampagnen zur Verhinderung interethnischer Gewalt und Rassismus im Zusammenhang mit der Verbreitung des Corona-Virus.

Das Projekt wird von der Europäischen Union kofinanziert.

Funded by the European Union

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